SINGEN NEWS

Bericht vom Musikalischer Herbst am 07.12.2019

Nach dem schwungvollen musikalischen Auftakt durch die Jugendkapelle bestritt der Männerchor den zweiten Programmblock des Abends. Mit „Musik kennt keine Grenzen“ sangen die Männer unter Leitung von Maria Kiosseva das hohe Lied auf die Musik und gaben damit das Motto vor für den ganzen Abend mit seinem vielfältigen Angebot an Musik und Gesang. Mit dem bekannten „Schifferlied“ von Friedrich Silcher und dem ebenso bekannten „Rennsteiglied“ folgten zwei Lieder aus dem Bereich Volks- und Wanderlieder. Den Abschluss bildete ein Tophit des „Fröhlichmachers der Nation“, Tony Marshall: „Junge die Welt ist schön“, das natürlich eine Zugabe herausforderte: das immer gern gehörte „Heimatlied“.

Danach wurde ein Klavier hereingeschoben, neben dem sich vier Mitglieder des Männerchores aufstellten, angekündigt als BARIBASTO, was nichts anderes heißt als Bariton, Bass, Tenor. Die vier - Jens Weingärtner und Helmuth Merath, Tenor, Michael Warmke, Bariton, und Michael Fronz, Bass, hatten auf eigene Initiative drei Lieder selbst ausgesucht und einstudiert, um den Programmblock des Männerchores zu erweitern.

Mit dem beeindruckenden Vortrag von „Heideröslein“ und des amerikanischen Gospel „Amazing Grace“ demonstrierten sie die Schönheit zweier so schlichter Versionen eines wunderbaren Volksliedes und eines geistlichen Liedes. Danach wechselten sie zum Schlager: Udo Jürgens lieferte mit seinem bekannten „Griechischen Wein“ die Vorlage zum Song „Remstäler Wein“. Den Text hatten die Vier umgedichtet auf unseren Wein und den Männerchor und ihn unter dem Publikum verteilt, so dass alle im Saal mitsingen konnten, so dass der Saal nahezu zum Beben kam. Mitten in den Applaus hinein ein Groove von Carlo Falkenstein am Klavier, in den die Sänger mit einer mitreißenden Bluesversion von „Amazing Grace“ einfielen und erneut das Publikum zu Beifallsstürmen hinrissen. Ein krönender Abschluss des Gesangsblocks, der zeigen sollte, was in so einem Chor steckt. Vielleicht kam bei dem einen oder anderen Zuhörer (oder Leser) der Gedanke auf, doch auch beim Männerchor mitzusingen, um auch in Zukunft in Beinstein guten und kraftvollen Gesang bieten zu können.

Mit der Blaskapelle des Musikvereins trug der Männerchor zum Abschluss des Programms die Moritat „Mackie-Messer“ aus der Dreigroschenoper vor, mal ganz anders als schwungvollen Swing, sowie als Zugabe den so beliebten „Schwabenmarsch“, bei dem natürlich die Besucher wieder kräftig mitgesungen haben.

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Michael Fronz, der als Moderator durch das Programm führte, wurde vom Musikverein für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt und zum Ehrenmitglied ernannt. Vom Städtischen Orchester Waiblingen wurde ihm die Ehrung für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft in der Sinfonietta Waiblingen zuteil. Alle Ehrungen des Abends und Informationen über das Programm der Jugendkapelle und der Blaskapelle unter www.musikverein-beinstein.de.

Hier der Text „Remstäler Wein“

Strophe 1:

Es war schon später, als ich durch Beinsteins Straßen heimwärts ging.

Erfüllt mit Liedern, die ich - ganz leis - mit Herz und Stimme sing.

Ich mag Gesang und mir wird warm wie Kerzenschein.

Nach einer Chorprobe geht’s mit großem Durst in die Brunnenstub´,

und aus dem Hahn schäumt das Bier; es läuft und schmeckt uns richtig gut.

Doch nicht nur Bier - wir trinken auch den guten Wein.

Refrain:

Remstäler Wein ist so wie das Blut der Erde.

Kommt, schenkt Euch ein!

Und wenn ihr dann glücklich werdet,

liegt es daran, dass ihr immer träumet von Beinstein;

das muss so sein

Strophe 2:

Und dann erzählen wir uns von schönen Jahren, Weib und Kind.

Von früher Zeit und den Heldentaten, die vergangen sind,

Und von den Liedern, die Maria mit uns sang.

Der Männerchor des TB singt nun schon fast einhundert Jahr.

Ihr Männer singt mit uns und verliebt Euch auch so unrettbar,

damit ganz Beinstein klingt wie einst und noch sehr lang.

Refrain

Michael Fronz

Weitere Bilder der Veranstaltung finden Sie in der Gallery.

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